Der Rettungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland

 

Der Verkehrsunfall mit einem Verletzten auf der Straße, der Arbeitskollege, der plötzlich über mit starken Schmerzen zusammenbricht, das Kind, das beim Spielen schwer stürzt, die gehbehinderte Frau, die zur Behandlung in ein Krankenhaus gefahren werden muss. Das sind typische Einsatzsituationen für den Rettungsdienst.

 

pella9Definition

 

Der Rettungsdienst ist organisierte Hilfe und hat die Aufgabe, bei Notfallpatienten am Notfallort lebensrettende Maßnahmen durchzuführen und ihre Transportfähigkeit herzustellen sowie diese Personen unter Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit und Vermeidung weiterer Schäden in eine geeignete Gesundheitseinrichtung/Krankenhaus zu befördern (Notfallrettung).

 

Aufgabe des Rettungsdienstes ist es auch, kranke, verletzte oder sonstige hilfsbedürftige Personen, die keine Notfallpatienten sind, unter fachlicher Betreuung von Rettungsdienstpersonal zu befördern (Krankentransport).

Mit dem Begriff "Rettungsdienst" wird also die präklinische, notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung, mit ihren Bereichen Notfallrettung und Krankentransport bezeichnet. Jährlich nimmt durchschnittlich jeder 9. Bürger eine der Leistungen des Rettungsdienstes in Anspruch.

 

Rettungsdienst ist eine satzungsgemäße Aufgabe der Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe JUH), Malteser Hilfsdienst MHD)) in Deutschland und wird auch von den Berufsfeuerwehren sowie privaten Unternehmen durchgeführt.

 

Der Rettungsdienst bedient sich Rettungswachen; über die Rettungsleitstelle werden die für die jeweilige (Not-) Situation erforderlichen und geeigneten Rettungsmittel eingesetzt, die mit qualifiziertem Personal besetzt sind.

 

 

Rettungsdienst Stadt Bielefeld

 

Der Rettungsdienst Stadt Bielefeld hält qualifizierte Hilfe Tag und Nacht bereit. Kaum ein Einsatz gleicht dem anderen. Ein Notfall lässt wenig Zeit zum Nachdenken. In wenigen anderen Berufsfeldern kommt es so sehr auf die Fähigkeit des Einzelnen an, komplexe Situationen zu erfassen, blitzschnell zu entscheiden und sicher zu handeln. Und trotzdem ist der Einzelne in ein großes Konzept eingebunden, dass jährlich fast 40 000 Einsätze vom Krankentransport bis zum schwersten Notfallrettungseinsatz bewältigt. Geführt vom Feuerwehramt der Stadt Bielefeld als Trägerin des Rettungsdienstes stehen 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von

 

  • Berufsfeuerwehr Bielefeld
  • ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH
  • BIEKRA Krankentransport GmbH
  • URK Haupt Krankentransporte
  • Ärztlichem Rettungsdienst des Klinikums Bielefeld gemGmbH
  • Ärztlichem Rettungsdienst des Ev. Krankenhauses Bielefeld gGmbH
  • und der Bundespolizei

an 12 Rettungswachen und Notarztstandorten mit über 40 Rettungsfahrzeugen bereit.

Für den Massenanfall von Verletzten, Erkrankten und zu Betreuenden steht in Bielefeld

  • die Leitende Notarztgruppe des Feuerwehramtes
  • die dienstfreien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr und
  • mit über 300 Helfern (Sanitäter, Rettungsdienstpersonal, Notärzte) in zwölf Einsatzgruppen aus fünf Einsatzeinheiten eine der größten und leistungsfähigsten Schnelleinsatzgruppen (SEG) in Deutschland durch ASB, DRK und JUH zur Verfügung. Sie ist somit eine der ganz wenigen, die durch mehrere Hilfsorganisationen betrieben wird. Eine Schnelleinsatzgruppe ist die Kombination des Personals und der Fahrzeuge und Geräte einer von Bund und Land zur Verfügung gestellten Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes und der medizinisch-technischen Ausstattung sowie der Spezialfahrzeuge des Rettungsdienstes.

 

 

Notwendigkeit des NotrufsIMG 9379

 

Leider kommt es immer wieder vor, dass zu lange gewartet wurde, bis der Rettungsdienst alarmiert wird. Gesundheitliche Schäden können sich ausweiten oder gar zum Tode des Betroffenen führen. "Lieber ein Mal zu viel, als ein Mal zu wenig", so muss die Notwendigkeit eines Notrufs charakterisiert werden.

 

 

 
 

 

 

 

Durch die weite Verbreitung von Mobiltelefonen hat sich die Anzahl von Fehleinsätzen erhöht. Als Beispiel sei ein Notruf aus einem fahrenden Fahrzeug genannt, in dem ein Verkehrsunfall gemeldet wird, ohne dass der Anrufer sich am angeblichen "Unfallort" über die Situation informiert hat.

 

Schließlich sei der Hinweis genannt, dass der Rettungsdienst keine "Öffnungszeiten" kennt. Er steht für Notfälle rund um die Uhr, an jedem beliebigen Tag des Jahres bereit, um qualifizierte medizinische Hilfe zu leisten.

 

Als "Kurzanleitung", wie Sie einen Notfall richtig melden, haben sich die fünf "W’s" eingebürgert. Wenn Sie sich diese merken, vergessen Sie keine wichtigen Informationen weiterzugeben, damit der Rettungsdienst Ihnen zu Hilfe eilen kann. Rufen Sie immer unter der mittlerweile europaweiten Notrufnummer 112 an !:

 

 

Wer ruft an ?

 

Nennen Sie Ihren Namen.

 

 

Wo ist der Notfall ?

 

Bezeichnen Sie den Ort möglichst genau. Oftmals reicht die Nennung von Straßenname und -nummer. Bei großen Häusern sind weitere Erklärungen wie Stockwerk oder Apartment sinnvoll. Falls auf dem Klingelschild ein anderer Name als der Ihre steht, geben Sie Ihn ebenfalls an. Bei Verkehrsunfällen können eindeutige Beschreibungen lebensrettend sein. Richten Sie sich nach Straßenschildern oder Kilometerangaben und nennen Sie ggf. die Fahrtrichtung (besonders relevant bei Einsätzen auf Straßen mit baulich getrennten Spuren, beispielsweise Autobahnen). Falls Sie ortsunkundig sind, können Sie häufig andere Personen in Ihrer Nähe um Hilfe bitten.

 

 

Was ist passiert ?

 

Beschreiben Sie die Situation. Handelt es sich um einen Verkehrsunfall, ist die betroffene Person nicht mehr ansprechbar, ist ein Kind mit dem Fahrrad gestürzt oder sind Personen bei einem Häuserbrand zu Schaden gekommen? Derlei Informationen helfen dem Leitstellendisponenten, entsprechende Rettungsmittel einzusetzen und evtl. bereits nach Klinikkapazitäten zu suchen.

 

Wie viele sind beteiligt ?

 

Geben Sie unbedingt der Anzahl der durch die Notfallsituation betroffenen Personen weiter. Besonders bei Unfällen im Straßenverkehr sind oftmals mehrere Personen beteiligt. Nur durch Ihre Angaben können gleichzeitig mehrere Rettungsmittel zur Unfallstelle geschickt werden.

 

Warten auf Rückfragen !

 

Geben Sie dem Leitstellendisponenten die Möglichkeit, Nachfragen zu stellen oder Ihnen mündlich Hilfestellung zu geben. Falls Sie Angaben vergessen haben oder weitere Informationen zum Auffinden der Einsatzstelle benötigt werden, wird der Leitstellendisponent Sie fragen. Brechen Sie den Notruf deshalb nicht einfach ab, bevor Mißverständnisse weitgehend ausgeschlossen sind.

Im Notfall

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