Schnell Einsatz Gruppe
Das Geschäftsfeld Schnelleinsatzgruppe: Der rasche Trumpf
Die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH arbeitet in der Koordinierungs- und Leitungsgruppe von ASB, DRK und JUH und in der Schnelleinsatzgruppe (SEG) mit. Sie versieht die Einsatzführung von SEG Einsätzen mittels eines SEG Einsatzleiters und stellt Verstärkungen des Rettungsdienstes durch die Besetzung von freien KTW, RTW und NEF her. 80 % der hauptamtlichen Mitarbeiter wirken in der SEG mit. Die Koordination der medizinischen Bestückung des Abrollbehälters Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr wird durch Berufsfeuerwehr und ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH bzw. das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam versehen.
Eine Schnelleinsatzgruppe ist die Kombination des Personals und der Fahrzeuge und Geräte einer von Bund und Land zur Verfügung gestellten Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes und der medizinisch-technischen Ausstattung sowie der Spezialfahrzeuge des Rettungsdienstes. Zusätzlich wurden die Helferinnen und Helfer der fünf Einsatzeinheiten in Bielefeld (je eine von ASB und JUH, drei vom DRK) mit Digitalmeldeempfängern ausgestattet, womit das Personal der Einsatzeinheiten / Schnelleinsatzgruppe rasch alarmiert werden kann.
Für den Massenanfall von Verletzten, Erkrankten und zu Betreuenden steht mit 330 Helfern aus fünf Einsatzeinheiten (EE) eine der größten Schnelleinsatzgruppen (SEG) in Deutschland durch ASB, DRK und JUH zur Verfügung. Sie ist somit auch eine der ganz wenigen, die durch mehrere Hilfsorganisationen betrieben wird.
Mit dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten (MANV)“ werden Schadensereignisse gekenn-zeichnet, bei denen es zu einer Vielzahl von Verletzten, Erkrankten und Betroffenen kommt. Zu nennen sind insbesondere Unfälle mit Verkehrsträgern (Zugunglück, Flugzeugabsturz, Massen-karambolagen, Omnibusunfall) sowie Schadensereignisse an Einrichtungen, die eine große Personenzahl in sich bergen (Alten- und Behindertenheime, Krankenhäuser, Hotels etc.).
Im Vordergrund des Managements eines Massenanfalles von Verletzten steht die rasche Sicherung der Vitalfunktionen der Patienten. Dem zunächst vorherrschenden Missverhältnis von Helfern und Material gegenüber der großen Zahl von Patienten muss mit raschen Alarmierungen der Ressourcen wie Schnelleinsatzgruppe und dienstfreien Einsatzkräften begegnet werden. Ein rascher Transport von Patienten in Krankenhäuser ist bei Schwerverletzten angebracht, die an der Einsatzstelle nicht nachhaltig stabilisiert werden können. Besonders Leichtverletzte werden aber längere Zeit an der Einsatzstelle in einem Behandlungsplatz versorgt werden, um die Krankenhäuser nicht mit einer plötzlichen, großen Zahl von Patienten zu überlasten.






