Die Organisation des Sanitäts-
und Rettungsdienstes für den Hermannslauf übernimmt die ASB DRK JUH
Rettungsdienst Bielefeld gGmbH. Der bundesweit einmalige Rettungsdienstverbund
organisiert die Zusammenarbeit der Sanitäter. Alle voran die des Deutschen Roten
Kreuzes (DRK), das den Hermannslauf seit Jahrzehnten betreut, die des Arbeiter
Samariter Bundes (ASB) und die der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Nur gemeinsam
können sie diese logistische Herausforderung meistern, denn viele verschiedene
Aufgaben müssen bewältigt werden. Schon früh am Morgen um 7.00 Uhr machen sich
die meisten der ehrenamtlichen Helfer auf den Weg zu ihren Einsatzorten.
Auf den 30,7 Kilometern vom
Start am Hermannsdenkmal bis zum Ziel an der Sparrenburg werden 20 feste und
mobile Sanitätsstationen vorgehalten. An jedem Streckenposten werden drei Helfer
eingesetzt. Die Läufer werden von vier Rettungs- und Krankenwagen und zwei
vierradgetriebenen Notarzteinsatzfahrzeugen begleitet. Zusätzlich sind zwei
Mannschaftswagen von ASB und DRK unterwegs um ausgeschiedene Läufer an die
Sparrenburg zurückzubringen.
Unterhalb der Sparrenburg
werden für die Behandlung Verletzter und Erkrankter ein großer Behandlungsplatz
aufgebaut. Dort wird besonders qualifiziertes Rettungsdienst- und
Betreuungspersonal des DRK eingesetzt. In dieser stationären Intensiveinheit
sollen mögliche Patienten unter der Leitung erfahrener Notärzte erst soweit
stabilisiert werden dass sie unter der Begleitung von Angehörigen entlassen
werden können. In einigen Fällen ist jedoch auch ein Transport in das am besten
geeignete Krankenhaus notwendig.
Im Verlauf des Wettbewerbes
imponieren nicht immer nur die reinen Sportverletzungen oder akute
Erschöpfungszustände infolge unzureichender Flüssigkeitsaufnahme oder
Überanstrengung. Oft müssen die Sanitäter auch Sportler oder Zuschauer mit eher
internistischen Problemen wie Diabetes, Herzerkrankungen oder Asthma versorgen.
Die Einsatzleitung befindet
sich in einem Abrollcontainer, der freundlicherweise von den Stadtwerken
Bielefeld GmbH gestellt wird. Von dort werden alle Hilfeleistungen durch vier
Rettungsassistenten und -sanitäter der ASB DRK JUH Rettungsdienst gGmbH
koordiniert. Sechs Telefonleitungen und Funkkanäle sichern die Verbindungen zu
den Streckenposten, den mobilen Rettungsfahrzeugen und der Rettungsleitstelle
Bielefeld der Berufsfeuerwehr. Über diese können z.B. Versorgungsmöglichkeiten
für schwer Erkrankte oder Verletzte in den Krankenhäusern disponiert werden.
Die Verständigung der
verschiedenen Posten und Einsatzkräfte erfolgt über Funk. Aufgrund des bergigen
Streckenprofils muß eine mobile Relaisstation durch die Johanniter vorgehalten
werden. Als Ergänzung kommen Mobiltelefone zum Einsatz.
Im Betreuungszelt kümmern sich
weitere Helfer um die Versorgung der eigenen Kräfte und um die Bereitstellung
von 5000 l Tee für die Teilnehmer des Wettbewerbes.
Wenn der letzte Teilnehmer das
Rennen beendet hat, wird vor Ort aufgeräumt und abgebaut. In den Unterkünften
werden die Fahrzeuge dann gründlich gereinigt und für den nächsten Einsatz
vorbereitet. So geht ein langer Tag zu Ende. Angesichts der vielfältigen
Aufgaben beim Hermannslauf erkennt man, wie wichtig eine umfassende Aus- und
Fortbildung für die 110 eingesetzten Helfer und Mitarbeiter der
Hilfsorganisationen ist.
Näheres ist auch zu finden
unter
www.hermannslauf.de und
http://www.nw-news.de/nw/sport/hermannslauf_2004/