Das
Geschäftsfeld Schnelleinsatzgruppe: Der rasche Trumpf
Die ASB DRK JUH Rettungsdienst
Bielefeld gGmbH arbeitet in der Koordinierungs- und Leitungsgruppe von ASB, DRK
und JUH und in der Schnelleinsatzgruppe (SEG) mit. Sie versieht die Einsatzführung von SEG Einsätzen und stellt Verstärkungen des Rettungsdienstes durch die Besetzung
von freien KTW, RTW und NEF her. 95 % der hauptamtlichen Mitarbeiter wirken in
der SEG mit. Die Koordination der medizinischen Bestückung des Abrollbehälters
Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr wird durch Berufsfeuerwehr und ASB DRK JUH
Rettungsdienst Bielefeld gGmbH bzw. das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam versehen.
Für den Massenanfall von
Verletzten, Erkrankten und zu Betreuenden steht mit 248 Helfern eine der größten
Schnelleinsatzgruppen (SEG) in Deutschland durch ASB, DRK und JUH zur Verfügung
– und ist somit eine der ganz wenigen die durch mehrere Hilfsorganisationen
betrieben wird. Nicht nur regionale und örtliche Übungen zur Bewältigung von
Einsätzen mit vielen Betroffenen wie im Juni in Bielefeld sondern auch große
Herausforderungen wie bei den Hochwassereinsätzen in Ostdeutschland durch ASB
und JUH haben diese Konzeption eher noch bestärkt.
Mit dem Stichwort „Massenanfall
von Verletzten (MANV)“ werden Schadensereignisse gekennzeichnet, bei denen es zu
einer Vielzahl von Verletzten, Erkrankten und Betroffenen kommt. Zu nennen sind
insbesondere Unfälle mit Verkehrsträgern (Zugunglück, Flugzeugabsturz,
Massenkarambolagen, Omnibusunfall) sowie Schadensereignisse an Einrichtungen,
die eine große Personenzahl in sich bergen (Alten- und Behindertenheime,
Krankenhäuser, Hotels etc.).
Im Vordergrund des Managements
eines Massenanfalles von Verletzten steht die rasche Sicherung der
Vitalfunktionen eines Patienten. Das zunächst vorherrschende Missverhältnis von
Helfern und Material gegenüber der großen Zahl von Patienten muss mit
veränderten Strategien der Vorhaltungen von Rettungsdienstfahrzeugen und
Personal begegnet werden. Kaum möglich und auch wenig sinnvoll ist ein rascher
Transport von Patienten in Krankenhäuser. Dies würde bedingen, dass die
Patienten nicht adäquat - ggf. auch unter Hinzuziehung eines Notarztes -
versorgt werden und zudem die Krankenhäuser mit einer plötzlichen, großen Zahl
von Patienten konfrontiert werden.